Schulseelsorge

Christine Berger


Zum 1. 02.2009 trat ich als Schulpfarrerin oder Schulseelsorgerin meine Stelle an der BGS an. Der eine Dienstauftrag war klar: Die Erteilung von Religionsunterricht. Der andere Teil der Beauftragung war verbunden mit der Ausübung meines kirchlichen Auftrags zur Seelsorge an der Schule. Am Anfang galt dies sehr exotisch und ich wurde stets von den Schülern als eine Schulpsychologin angesehen, wenn ich mich ihnen vorstellte. Nun, nach vielen Jahren kann ich sagen, was gewachsen ist, was sich bewährt hat und zu einer neuen Tradition wurde an der Schule oder wo meine Wunschvorstellungen und anfänglichen Visionen durch die Realität verändert wurden.
Es freut mich, dass sowohl der Gottesdienst zur Einschulung auf der BGS als auch der Abschlussgottesdienst zum Ende der Schulzeit selbstverständlich sind und sehr gerne wahrgenommen werden. Für mich als Pfarrerin sind es die besonderen Momente, in denen ein neuer Lebensabschnitt für Kinder und Jugendliche beginnt. Es gilt Rückblick zu halten und zu danken und ebenso vertrauensvoll der Zukunft entgegen zu gehen, um Gelingen zu bitten. Dies geschieht jeweils in den Gottesdiensten in unserer schönen Aula oder in der Neustädter Kirche, jeweils von Schülern/innen mitgestaltet. Ich darf den Segen Gottes weitergeben und hoffe, dass wir alle dadurch Stärkung und Ermutigung erfahren.
Daneben gibt es mittlerweile auch andere Projekte, wie z.B. eine besinnliche Stunde zur Einstimmung auf Weihnachten, ein Anspiel zum Reformationstag auf dem Schulhof bzw. in der Eingangshalle, die „Adventliche Pause“, in der Schüler/innen oder Lehrer und zum Ausklang schließlich unser Schulleiter Herr Krones eine Weihnachtsgeschichte am Adventskranz vorlesen – 10 Minuten Stille , Ruhe und LauschenChristine Berger
Zum 1. 02.2009 trat ich als Schulpfarrerin oder Schulseelsorgerin meine Stelle an der BGS an. Der eine Dienstauftrag war klar: Die Erteilung von Religionsunterricht. Der andere Teil der Beauftragung war verbunden mit der Ausübung meines kirchlichen Auftrags zur Seelsorge an der Schule. Am Anfang galt dies sehr exotisch und ich wurde stets von den Schülern als eine Schulpsychologin angesehen, wenn ich mich ihnen vorstellte. Nun, nach vielen Jahren kann ich sagen, was gewachsen ist, was sich bewährt hat und zu einer neuen Tradition wurde an der Schule oder wo meine Wunschvorstellungen und anfänglichen Visionen durch die Realität verändert wurden.
Es freut mich, dass sowohl der Gottesdienst zur Einschulung auf der BGS als auch der Abschlussgottesdienst zum Ende der Schulzeit selbstverständlich sind und sehr gerne wahrgenommen werden. Für mich als Pfarrerin sind es die besonderen Momente, in denen ein neuer Lebensabschnitt für Kinder und Jugendliche beginnt. Es gilt Rückblick zu halten und zu danken und ebenso vertrauensvoll der Zukunft entgegen zu gehen, um Gelingen zu bitten. Dies geschieht jeweils in den Gottesdiensten in unserer schönen Aula oder in der Neustädter Kirche, jeweils von Schülern/innen mitgestaltet. Ich darf den Segen Gottes weitergeben und hoffe, dass wir alle dadurch Stärkung und Ermutigung erfahren.
Daneben gibt es mittlerweile auch andere Projekte, wie z.B. eine besinnliche Stunde zur Einstimmung auf Weihnachten, ein Anspiel zum Reformationstag auf dem Schulhof bzw. in der Eingangshalle, die „Adventliche Pause“, in der Schüler/innen oder Lehrer und zum Ausklang schließlich unser Schulleiter Herr Krones eine Weihnachtsgeschichte am Adventskranz vorlesen – 10 Minuten Stille , Ruhe und Lauschen im Rahmen eines dichten und auch hektischen Schulvormittags in der Adventszeit.
Sehr gerne erinnere ich mich auch an die interaktive Bibelerlebnisausstellung in der Aula „Eine Zeitreise durch die Bibel“. So gilt es für mich, immer wieder religiöse und spirituelle Angebote einzubringen und Schüler/innen dafür zu begeistern.
Daneben aber bin ich als Schulseelsorgerin jederzeit ansprechbar. Das geschieht vor allem in sog. Tür- und Angelgesprächen. Die Schüler wissen um meine absolute Schweigepflicht. Sie sprechen mich an, erzählen mir von ihren Kümmernissen und Sorgen. Oder sie berichten mit von ihren Erfahrungen im Konfirmandenunterricht, von ihrer schönen Konfirmation. Weil dies sehr persönlich ist, tun sie es mehr am Rande des Unterrichts.
Manchmal gehen sie an mir vorüber mit dem Zuruf „Gott segne sie“. Mir wird dabei klar, dass ich auch als Vertreterin der Kirche angesehen werde. Manchmal werde ich gefragt:“ Was denkt die Kirche über….?“ Und schon bin ich mit Schülern in mehr oder minder tiefergehende Gespräche über Gott und die Welt involviert.
Ein besonders schwerer Augenblick war als die Schulgemeinde durch den Tod eines Lehrers geschockt, betroffen und wie gelähmt war. Ein Trauerraum wurde eingerichtet, um die Trauer der Schüler aufzufangen und sie darin zu begleiten; ein Gedenkgottesdienst half zur Trauerbewältigung. Auch das ist Schulseelsorge.
Christine Berger
 im Rahmen eines dichten und auch hektischen Schulvormittags in der Adventszeit.
Sehr gerne erinnere ich mich auch an die interaktive Bibelerlebnisausstellung in der Aula „Eine Zeitreise durch die Bibel“. So gilt es für mich, immer wieder religiöse und spirituelle Angebote einzubringen und Schüler/innen dafür zu begeistern.
Daneben aber bin ich als Schulseelsorgerin jederzeit ansprechbar. Das geschieht vor allem in sog. Tür- und Angelgesprächen. Die Schüler wissen um meine absolute Schweigepflicht. Sie sprechen mich an, erzählen mir von ihren Kümmernissen und Sorgen. Oder sie berichten mit von ihren Erfahrungen im Konfirmandenunterricht, von ihrer schönen Konfirmation. Weil dies sehr persönlich ist, tun sie es mehr am Rande des Unterrichts.
Manchmal gehen sie an mir vorüber mit dem Zuruf „Gott segne sie“. Mir wird dabei klar, dass ich auch als Vertreterin der Kirche angesehen werde. Manchmal werde ich gefragt:“ Was denkt die Kirche über….?“ Und schon bin ich mit Schülern in mehr oder minder tiefergehende Gespräche über Gott und die Welt involviert.
Ein besonders schwerer Augenblick war als die Schulgemeinde durch den Tod eines Lehrers geschockt, betroffen und wie gelähmt war. Ein Trauerraum wurde eingerichtet, um die Trauer der Schüler aufzufangen und sie darin zu begleiten; ein Gedenkgottesdienst half zur Trauerbewältigung. Auch das ist Schulseelsorge.


Christine Berger