Religion-Ethik

Persönliche Orientierung durch Einsicht in christliche Werte

Schüler beim Krippenspiel

Rechtliche Grundlage:
„Religionsunterricht ist nach Art. 7 des Grundgesetzes und Art. 57 der Hessischen Verfassung sowie §8 des Hessischen Schulgesetzes ordentliches Lehrfach. Er wird als evangelischer Religionsunterricht, katholischer Religionsunterricht oder Religionsunterricht einer anderen Religionsgemeinschaft erteilt.
Schülerinnen und Schüler nehmen in der Regel an dem Religionsunterricht des Bekenntnisses teil, dem sie angehören. Die Nichtteilnahme am Religionsunterricht bedarf einer schriftlichen Erklärung der Eltern (§100 des Hessischen Schulgesetzes) oder der religionsmündigen Schülerinnen und Schüler (Vollendung des 14. Lebensjahres)."

Profil des Religionsunterrichts
Religion ist im Fächerkanon der Schule durch einen eigenen Modus der Weltbegegnung und des Weltverständnisses gekennzeichnet. Es thematisiert die „Frage nach Gott" und damit bringt es die Unterscheidung von Immanenz und Transzendenz zum Ausdruck.
Der Religionsunterricht leistet einen eigenständigen Beitrag zur persönlichen Orientierung und individuellen Bildung der Schülerinnen und Schüler. Er hat die Aufgabe, den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart sachgemäß darzustellen und Bezüge zur heutigen Lebenspraxis des Einzelnen wie der Gesellschaft zu klären. Der Religionsunterricht soll die religiösen Fragen der Schülerinnen und Schüler aufnehmen – die Sinnfragen: „Wozu? Warum? Wohin?" verdeutlichen – und ihnen die Inhalte des christlichen Glaubens nahe bringen.
Ein bedeutender Schwerpunkt des Religionsunterrichts ist der gemeinsame und persönliche Such- und Verständigungsprozess, damit er Hilfestellung bei der Entwicklung einer offenen verständigungsfähigen Identität leisten kann. Die Schülerinnen und Schüler können den christlichen Glauben als befreiende, herausfordernde und Hoffnung stiftende Lebensmöglichkeit erkennen und erfahren.

Der Religionsunterricht vermittelt religiöse Kompetenz, diese äußert sich in den folgenden fünf Dimensionen:

  • Religiöse Sensibilität – Fähigkeit zur Wahrnehmung religiöser Phänomen
  • Religiöse Inhaltlichkeit – Verfügung über Wissen und bereichsspezifische Orientierungs- und Deutungsmuster
  • Religiöses Ausdrucksverhalten – Übernahem religiöser Rollen undHandlungsmöglichkeiten
  • Religiöse Kommunikation – Sprach-, Interaktions- und Dialogfähigkeit
  • Religiös motivierte Lebensgestaltung – integrierende Fähigkeit zu einem an religiösen Überzeugungen orientierten Handeln


Unterrichtsorganisation an der Brüder-Grimm-Schule
Bedingt durch eine schulorganisatorische Notwendigkeit wird an unserer Schule der Religionsunterricht in konfessionsgemischten Klassen erteilt. Diese Organisationsform wird als eine Bereicherung des Unterrichts erlebt.
In unserem Religionsunterricht werden die Bildungsstandards – gegliedert in Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder – umgesetzt. In der aktiven Auseinandersetzung mit Kompetenzen und den Aspekten der Inhaltsfelder entwickeln die Lernenden anwendungsbezogenes Wissen und Können.

Kompetenzbereiche für alle Jahrgangsstufen

  • Wahrnehmen und beschreiben
  • Deuten und verstehen
  • Fragen und begründen
  • Kommunizieren und bewerten
  • Ausdrücken und gestalten

Inhaltsfelder für alle Jahrgangsstufen

  • Mensch und Welt
  • Gott
  • Jesus Christus
  • Kirche
  • Ethik
  • Religion
  • Mensch und Welt

Besondere Aktivitäten des Religionsunterrichts an der Brüder-Grimm-Schule
Mit diesen Aktivitäten soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, aktiv den Schulalltag und Unterricht mitzugestalten und ihrer eigenen Religiosität Ausdruck zu geben. Dies wird unterstützt durch Besuche außerschulischer Lernorte.

 

  • Einschulungsgottesdienst Jahrgang 5
  • Erstellung eines „Jesus-Buches" in Jahrgang 6
  • Feier der besonderen christlichen Tage im Kirchenjahr (z.B. Reformation, Erntedank)
  • Erlebnisausstellung zur Bibel – eine Zeitreise zur Entstehungsgeschichte der Bibel
  • Klassenübergreifende Projekte (z.B. zum Thema „Mission" in Jahrgang 9)
  • Besuch des Sepulkralmuseums
  • Besuch des Friedhofs
  • Besuch verschiedener Kirchen
  • Gottesdienst zur Schulentlassung der Jahrgänge 9, 10 und PuSch