Gesellschaftslehre

Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft

Der Bereich Gesellschaftslehre (GL) setzt sich aus den Unterrichtsfächern Erdkunde, Geschichte und Politik und Wirtschaft zusammen. Gemeinsames Ziel dieser drei Fächer ist die Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu demokratischen und selbstständigen Menschen, die im Sinne von „Leben, Lernen und Erleben“ ihren Alltag und ihre Umwelt wahrnehmen. D.h. sie sind in der Lage in einer Gemeinschaft zu leben und sich in diese einzubringen, nach dem Grundsatz: „Tolerieren, Verstehen und Gestalten“. Sie sollen sich als Teil der modernen Gesellschaft begreifen und gleichzeitig die Gesellschaft sowie ihre Umwelt kritisch wahrnehmen, dabei sollen sie von Toleranz, Verständnis und Kompromissbereitschaft begleitet werden.

Fächer/Zweige
Die genannten Unterrichtsfächer werden in allen drei Schulzweigen separat unterrichtet. In der Förderstufe (Klasse 5 und 6) werden die drei Fachbereiche als Gesellschaftslehre zusammengefasst und als Hauptfach (3stündig) unterrichtet. Die dort erworbenen Basiskompetenzen werden im Einschluss in den Unterrichten der einzelnen Fachbereiche weiter ausgebaut und geschult. Schulzweigübergreifend wird Blockunterricht (Doppelstunden) einmal wöchentlich erteilt, um methodische und fachliche Kompetenzen optimal zu erweitern.
Um die Schülerinnen und Schüler der 7 und 8 Klasse (H-R-Zweige) nicht zu überlasten, werden nicht alle drei Fächer parallel in einer Klassenstufe unterrichtet:
Inhalte/Kompetenzen (zweigübergreifend siehe auch Schulcurriculum)

„Erkunden, Tolerieren und Verstehen“ (Erdkunde):
Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre topographischen, kartographischen und geologischen Grundkenntnisse sowie Kompetenzen. Hierbei werden sie auf eine moderne globalisierte Welt vorbereitet, indem die Jugendlichen Deutschland, andere Länder und deren Kulturen kennenlernen und durch Toleranz verstehen. Weiterhin werden wirtschaftliche und infrastrukturelle Inhalte vermittelt.

„Interessieren, Diskutieren und Debattieren“ (Politik und Wirtschaft):
Es werden wirtschaftliche und politische Systeme bzw. Strukturen vermittelt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigen demokratischen Bürgern erzogen werden. Demokratie leben und erleben sind Ziele unserer poltischen Ausbildung. Dabei werden die Kinder auf eine moderne, technische und globalisierte Welt vorbereitet; beurteilen und bewerten internationale Beziehungen, um Konflikte bzw. Probleme der Gegenwart zu verstehen. Durch die Nutzung und den kritischen Umgang mit modernen Medien werden die Jugendlichen auf ein soziales Leben in Familie und Gesellschaft vorbereitet.

„Nur wer aus der Geschichte lernt, hat eine Zukunft.“ (Geschichte):
Schülerinnen und Schülern wird die Geschichte an historischen Plätzen und Quellen näher gebracht. Aus den Strukturen der Geschichte die gegenwärtigen Begebenheiten erklären und verstehen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, sind Ziele des Geschichtsunterrichts. Ausbildung eines Geschichtsbewusstseins, Ursprung der Demokratie sowie der kritische Umgang mit historischen Quellen stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Werkzeug sind dabei die zeitliche Einordnung und Abfolge historischer Ereignisse.

Methoden und Medien im GL-Bereich
Neben dem fest integrierten Methodenkonzept unserer Schule, das in allen Zweigen und Jahrgängen etabliert ist, kommen fachspezifische Methoden (Erweiterung des Methodentrainings der Klassenstufe 5), zum Einsatz, um die einzelnen Kompetenz auszubilden und zu schulen. Lernen durch Lehren (Lernen von Gleichaltrigen), Kooperatives Lernen, Selbstorganisiertes Lernen und die Kombination mit individueller Einzelarbeit sind an dieser Stelle beispielhaft aufzuzählen. Der kompetente Umgang mit Medien, Grafiken, Statistiken, Diagrammen, Karten, Schaubilder und Quellen steht dabei im Focus der Unterrichtseinheiten. Ergänzt wird das schulische Angebot durch außerschulische Lernorte und Exkursionen: „Lernen in der Schule – Erfahren vor Ort“. Zeitzeugen der jüngeren Geschichte vermitteln ihre Eindrücke und Erfahrungen, um den Unterricht authentisch zu gestalten. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf die Projekt- und Präsentationsprüfungen im H/R-Bereich bzw. auf das Abitur und den Übergang zu weiterführende Schulen, sondern auch auf ihr Leben als künftiger Bürger in einer globalisierten und wirtschaftlich geprägten Welt vorbereitet. Lernstrategien, Lernplattformen, Lernpatenschaften von Mitschülerinnen und Mitschülern höherer Klassen, unsere Lernwerkstatt mit Schülerbibliothek und die unterschiedlichen Medienräume (Computer, Beamer und andere Medien stehen mobil und fest installiert zur Verfügung) unterstützen sie dabei.

Projekte und Exkursionen
Projekte, Projektunterricht und Exkursionen (vor allem in die nähere Region) erweitern das schulische Angebot und tragen zum Erschließen und Vermitteln der Curriculainhalten bei:
Projekte wie Umweltschule/Blaue Kuppe/Patenschaft Schulwald/sauberhaftes Hessen verbinden alle GL-Fächer mit dem gesamten Lehrangebot

Suchtprävention und Gewaltprävention werden in der Klassenstufe 7 in Politik und Wirtschaft und Geschichte eingebettet.
Streitschlichter helfen bei Konflikten und Problemen im Unterricht.

Inhaltliche Schwerpunkte im Rahmen des Projektunterrichts werden den GL-Fächern und der Lerngruppe angepasst, dabei ist dieser verpflichtend, variabel, fachübergreifend (Bsp. Informatik), von Medien gestützt und in allen Schulzweigen durchgehend vertreten
Exkursionen: Fahrt zur Saalburg und nach Trier (Geschichte/Latein), Klassenfahrten, Exkursion Gedenkstätte Buchenwald/Antikenmuseum Kassel/Grenzmuseum Bad Soden/Abschlussfahrt nach Rom (Geschichte), Exkursion zum Tropeninstitut Witzenhausen/Exkursion zur blauen Kuppe/Naturpark Meißner (Erdkunde), Verknüpfung zur Region (Naturpark Meißner),
Betriebspraktika (zweigübergreifend), verknüpft mit Praxistagen, werden in Politik und Wirtschaft ausgewertet und reflektiert.