Deutsch

Förderung der Lesekompetenz und der Rechtschreibung

Schüler beim Vorlesewettbewerb

Seit Beginn des Schuljahres 2013/14 wird in allen Schulformen der Jahrgangsstufen 5 bis 7 eine zusätzliche Deutschstunde erteilt. Die Deutschlehrkraft entscheidet nach eigenem Ermessen, ob daran alle Schülerinnen und Schüler oder nur ausgewählte Lernende teilnehmen, um individuell gefördert zu werden. Die zusätzliche Deutschstunde liegt in der Regel im Vormittagsbereich als Randstunde und wird von der Fachlehrerin erteilt, die in der jeweiligen Klasse auch den nach der Verordnung über die Stundentafeln vorgesehenen Deutschunterricht hält. Nachfolgend werden zentrale Bestandteile des Deutschunterrichts vorgestellt.

Leseförderung
Die Förderung der Lesekompetenz ist Aufgabe jedes Faches an unserer Schule, für den Deutschunterricht gilt dies in besonderer Weise. Die Schülerinnen und Schüler werden darin geschult, nach einer Lesestrategie („Textknacker“, „Fünf-Schritt-Lesemethode“) Texte zu entschlüsseln und Inhalte zu erfassen. Das sinnentnehmende Lesen ist eine Kompetenz, welche Schülerinnen und Schüler in nahezu allen Lebenslagen beherrschen müssen. Im Deutschunterricht werden hierzu die Grundlagen gelegt. Auch das laute Lesen ist überaus wichtig und das deutlich artikulierte, in angemessenem Sprechtempo und treffender Betonung gehaltene Vorlesen stellt eine Kernkompetenz dar. Die basale Lesefähigkeit wird zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 mit dem Salzburger Lesescreening ermittelt. Exemplarisch werden folgende Maßnahmen an der Brüder-Grimm-Schule durchgeführt, um die Leseförderung zu realisieren: In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird das Leseförderprogramm Antolin eingesetzt. In der Jahrgangsstufe 6 wird jährlich ein Lesewettbewerb durchgeführt, dessen Sieger/innen sich an Wettbewerbsrunden auf Kreisebene und höher beteiligen. Das Projekt „Zeitschriften in die Schule“ wird in der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt. Die Jahrgangsstufe 5 nimmt an Veranstaltungen und Wettbewerben zum Welttag des Buches teil. Autorenlesungen in der Schule finden nach Möglichkeit jährlich statt. In der Schule oder auf Klassenfahrten finden Lesenächte statt.

Rechtschreibsicherheit
Der Förderung der Rechtschreibfähigkeit ist nach dem Kerncurriculum Deutsch in den Jahrgangsstufen 5 und 6 besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Im Sinne des integrativen Deutschunterrichts geschieht dies begleitend in allen durchgeführten Unterrichtseinheiten. Zusätzlich wird, vorrangig in der Deutsch-Zusatzstunde, ein Regeltraining zu den wichtigsten Regeln der Rechtschreibbereiche durchgeführt. Grundlage hierfür ist eine Eingangsdiagnose, welche in den Förderstufenklassen die Hamburger Schreibprobe und im Gymnasialbereich der Cornelsen Rechtschreibtest darstellt.

Berufsorientierung im Deutschunterricht
Die Schüler erlernen ab der Klasse 6 systematisch unterschiedliche Präsentationsformen (Plakat, Referat, Power-Point-Präsentation). Ab Jahrgangsstufe 8 wird in allen Schulzweigen die Anfertigung von Lebensläufen und Bewerbungsschreiben mit dem PC (Word) geübt. Die Anfertigung von Praktikumsberichten und Praktikumsmappen erfolgt in der Jahrgansstufe 9 in Zusammenarbeit mit den Fächern AL und PoWi. Theaterpädagogik Darstellendes Spiel wird als AG im Rahmen des Nachmittagsunterrichts angeboten. Eine Theater-AG wird ebenfalls als Arbeitsgemeinschaft offeriert. Eigene Theateraufführungen, kleinere Inszenierungen, Sketche werden im Unterricht vorbereitet und z.B. zur Einschulungsfeier, in der Winter- / Weihnachtszeit, auf Elternabenden (Themenabend Märchen, Schwerpunkt Brüder Grimm, Gedichte, Balladen) öffentlich vorgeführt. Einmal im Schuljahr strebt jede Klasse den Besuch eines Theaterstücks in einem der nahegelegenen Theater (Eschwege, Göttingen, Kassel, Eisenach, Bad Hersfeld) an. Theater-Workshops in Zusammenarbeit mit ausgebildeten Theaterpädagogen finden, wenn möglich, in Zusammenhang mit diesen Theaterbesuchen statt. Märchentag auf Burg Ludwigstein für Jahrgangsstufe 5 (fakultativ).

Kompetenzorientiertes Lernen
Die Kollegen der Fachschaft Deutsch nehmen/nahmen an einer systematischen Fortbildung des Landesschulamts/staatlichen Schulamtes teil und schreiben fortlaufend am Fachcurriculum weiter. Medienerziehung In Kooperation mit dem örtlichen Kino werden jährlich die Schulkinowochen durchgeführt.

Projekt Wilhelm Tell
Im Schuljahr 2014/15 führte die G9a unter der Leitung von Frau Dr. Nitschke und Herrn Abraham das Projekt „Wilhelm Tell in zehn Minuten“ durch. Die Schülerinnen und Schüler bekamen den Auftrag, das im Unterricht gelesene und besprochene Werk von Friedrich Schiller szenisch zu gestalten. Mithilfe einer Diashow – sowie mit Rückgriff auf die im Unterricht erworbene Methode des Standbildbauens – sollte Schillers klassisches Drama auf etwa zehn Minuten gekürzt werden. Die einzelnen Gruppen durften das Stück klassisch oder modern mit Bezug zur Schülerwelt interpretieren. Das Fotografieren und Bearbeiten der Bilder erfolgte mithilfe der Tablets (Den Umgang mit den schuleigenen Tablets zu üben, war neben der Bearbeitung der Lektüre ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes.) Die Gruppenleistungen waren derart überzeugend, so dass alle Ergebnisse verdienten, auf unsere Homepage gestellt zu werden. Viel Spaß mit „Wilhelm Tell in zehn Minuten".