Zweigleitungen in den Ruhestand verabschiedet

Am letzten Donnerstag vor Beginn der Sommerferien wurden sowohl die Realschulzweigleiterin, Rita Weber, als auch die Hauptschulzweigleiterin, Brigitte Sippel, nach jahrzehntelangem Einsatz an der Brüder-Grimm-Schule in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 

Schulleiterin Ute Walter überreichte ihnen nach einem gemeinsamen Essen in der geschmückten Cafeteria der Schule jeweils eine Urkunde, in der ihnen für die geleistete Arbeit gedankt wurde. Der stellvertretende Schulleiter Manuel Coote verabschiedete Frau Weber mit dem Rita`schen Alphabet, in dem er mit vielfältigen Adjektiven auf ihre verschiedensten Charaktermerkmale einging. Für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte der spontane Lehrerchor unter der Leitung von Astrid Cassel-Cordes, der mit mehreren Gesangseinlagen phantasievoll und poetisch auf die unterschiedlichsten Facetten der zu Verabschiedenden einging. Bevor sich Rita Weber mit einer eindrucksvollen Abschiedsrede an das Kollegium wandte, trugen die Physikkolleginnen Kathrin Mones und Valentina Matute das Gedicht „Schwanengesang eines müde gewordenen Lichtquants“ vor, das mit den Worten „ich werde mich zur Ruhe setzen, auf einem gemütlichen Stern“ endete.  

In der Rede der Personalratsvorsitzenden Anja Schütz wurde Brigitte Sippel für einige Stunden ihres Lehrerdaseins zur „Königin des Hauptschulzweiges“ gekrönt, da sie den Hauptschulzweig mit unermüdlichem Engagement geleitet hat.  Oberste Prämisse ihres Handelns bestand immer darin, zum Wohle der Schüler zu agieren. Einen weiteren Grund für das gerechtfertigte Tragen der Krone wurde darin gesehen, freiwillig den Schuldienst um eine Jahr zu verlängern, um die neue Schulleitung mit Rat und Tat zu unterstützen. Auch Rita Weber habe für dieses Engagement ein Krönchen verdient, so Anja Schütz. 

Ganz anders als im bisherigen Schulalltag verabschiedete sich Brigitte Sippel ohne Worte von ihren Kollegen. Sie ließ den Berliner Liedermacher Klaus Hoffman zu Wort kommen, der für sie in seinem Lied „Jedes Kind braucht einen Engel“ in besonderem Maße das Berufsethos des Lehrers darstellte. Auch mit der Auswahl des Liedes „Was immer auch kommt“ von Roger Cicero wurde deutlich, dass Brigitte Sippel sich lebensbejahend auf alles freut, was in dieser Lebensphase auch kommen mag, bevor sie sich mit den Worten „C`est moi. I did it my way.“ eindrucksvoll von Schulleitung und Kollegium verabschiedete.  Das Kollegium wünscht beiden alles erdenklich Gute, damit sie sich mit Leidenschaft dem „Unruhestand“ widmen können. 

Anja Schütz

Bericht der Werra Rundschau vom 18.07.2018