Schulstart in Uljanovsk

Russische Pädagogen planen Innovationen

Life-Schaltung zum Bildungsforum in Uljanovsk zur  Rede des Bürgermeisters Sergej Morosov

Zu Beginn des Monats September startete Russland traditionell ins neue Schuljahr. Um sich im Kreis Uljanovsk darauf einzustimmen, trafen sich die dortigen Lehrerinnen und Lehrer zu einem überregionalen Bildungsforum mit dem Titel „Образование: пространство возможностей“ („Education: a space of opportunities“).

Auch unsere Partnerschule, die seit kurzem unter der Schirmherrschaft der Russischen Akademie der Wissenschaften, einer der höchsten Bildungsinstitutionen des Landes, steht, beteiligte sich an dem Forum und hatte eingeladen, online am Runden Tisch des Bildungsforums teilzunehmen und sich auf diese Weise über Neuerungen im Schuljahr 2020/2021 zu informieren, da der für 2020 geplante Lehreraustausch pandemiebedingt leider abgesagt werden musste.

Zunächst betonte Sergej MOROZOV, Bürgermeister der Stadt Uljanovsk, die sozialpolitische Bedeutung, die der regionalen Bildung zukomme. Ziele bis 2024 seien vor allem, die Bildungseinrichtungen zu modernisieren und stärker zu vernetzen, die Erziehungsleistungen von Lehrerinnen und Lehrer stärker zu würdigen, begabte Kinder und Jugendliche stärker als bisher zu fördern, die Chancengleichheit für die Teilhabe an Bildungsangeboten zu sichern und für zusätzliche Bildungsangebote zu sorgen. 

Die digitale Ausstattung der Schulen müsse jetzt – nicht in ferner Zukunft – verbessert werden, so Morosov, denn die letzten Monate hätten gezeigt, dass gleichsam über Nacht der Bedarf steigen könne. Und so plant auch Uljanovsk, in den Bereich digitale Unterrichtsversorgung zu investieren.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Inna SCHUSTOVA, zuständig für die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen am gleichnamigen Institut, hob die Wichtigkeit dieser Veränderungsprozesse hervor und erläuterte die Teilnahme von Uljanovsk an der Erprobung des bundesweiten Bildungsprogramms.

Bildungs- und Erziehungsministerin Natalja SEMJENOVA schließlich hob die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen mit den regionalen Universitäten hinsichtlich des Einsatzes neuer Methoden und Didaktiken für die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags hervor.

„Alles in allem“, meint Evgenia SCHULGA, stellvertretende Schulleiterin unserer Partnerschule, „sind unsere Ziele euren ziemlich ähnlich: Wir wollen für alle unsere Kinder und Jugendlichen die Bildungschancen den modernen Anforderungen entsprechend erhöhen.“

Wir wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen und allen Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule in Uljanovsk viel Erfolg im neuen Schuljahr und vor allem … Gesundheit!

Dr. Claudia Nitschke