Schule ohne Schüler und Lehrer

Schule ohne Schüler und ohne Lehrer, das meint man im ersten Moment, wenn man an Schulschließungen wegen der Coronakrise denkt.

Mittlerweile wissen alle, dass die Schüler zu Hause Aufgaben bearbeiten, die ihre Lehrer ihnen gesendet haben. Homeschooling hat allerdings in Deutschland noch keine Tradition, neue Erfahrungen werden dazu täglich gemacht, eine neue Kultur wird sich entwickeln.

Lehrer tauschen sich auf unterschiedlichen digitalen Wegen mit ihren Schüler aus, darüber hinaus hat sich für die Brüder-Grimm Schule eine digitale Gruppe „Schüler helfen Schülern“ gebildet, eine beachtenswerte Initiative, die von Solidarität und Verbundenheit Zeugnis abgibt.

Die Lehrkräfte der Brüder-Grimm-Schule haben sich mittlerweile zum wiederholten Male zu einer Videokonferenz zusammen gefunden, um unter Leitung von Dirk Rudolph, Leiter des Medienzentrums, Erfahrungen und Möglichkeiten zum digitalen Begleiten ihrer Schülern und Schülerinnen auszutauschen. Sie lernen verschiedene Plattformen kennen und beraten, wie z.B. das bereits eingerichtete LANIS Portal noch besser genutzt werden kann. Diskutiert wird, ob vielleicht, wie z.B. in Frankreich üblich, Eltern auch auf diese Netzwerke Zugriff haben könnten.

So erleben wir außer Verunsicherung über die aktuelle Krise auch positive Entwicklungen: Lehrkräfte nutzen die Medien, um mit ihren Schülerinnen und Schülern im Kontakt zu sein, wollen sie nach wie vor beim Lernen und Erweitern ihrer Kompetenzen unterstützen, der aktuellen Lage angepasst und mit zukunftsweisenden Instrumenten. 

So gibt es Hoffnung und Zuversicht, dass alle aus der Coronakrise etwas für die Zeit lernen und mitnehmen, in der die Schulschließung Vergangenheit sein wird.