„Wilhelm Tell“ zu Gast an der Brüder-Grimm-Schule 

Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ wurde den Schülerinnen und Schülern der BGS auf ganz außergewöhnliche Weise im Solotheater von Ekkehard Voigt (Theater Als Ob) am vergangenen Donnerstag, 30.01.2020, präsentiert. 

Der Schauspieler übernahm bei seiner One-Man-Show alle Rollen selbst, arbeitete mit unterschiedlichen Stimmmodulationen und einem brillanten Einsatz von Mimik und Gestik. Dabei bestanden seine Bühnenrequisiten aus einer „Schillerecke“, einem Bild der Schillerstatue in Weimar und einer Kerze. In der Bühnenmitte befanden sich zwei Holzgestelle, die ihm sowohl als Sitzgelegenheiten dienten, aber auch als Boot genutzt werden konnten. Nicht zu vergessen die verschiedensten Kopfbedeckungen, die dem Publikum verdeutlichten, in welche Rolle er gerade schlüpfte. 

Aus der Sicht des Knaben Walter Tell erzählte Voigt den auf die Haupthandlung gekürzten Stoff und wechselte dabei zwischen moderner Sprache und Originaltext. Dabei bezog Ekkehard Voigt die Schüler während des Stücks immer wieder mit ein. Beispielsweise stellte er Fragen oder ließ das Publikum den Rütli-Schwur sprechen. So riss der Aufmerksamkeitsfaden auch bei an klassischer Literatur weniger interessierten Schülern nie ab. Besonders fesselndwar die Szene mit dem berühmten Apfelschuss.

Es war eine tolle Inszenierung, die in kürzester Zeit Klarheit in Schillers „Wilhelm Tell“ gebracht und die die zentralen Stellen des Stückes noch einmal verdeutlicht hat. „Es war faszinierend, wie der Schauspieler in die unterschiedlichen Rollen schlüpfen konnte“, so eine Schülerin des Jahrgangs 9. 

Nicht nur für die Schüler war die Inszenierung mitreißend, auch die Lehrkräfte genossen die etwas anderen Schulstunden.

AS