Exkursion zum Schulwald am Leuchtberg

Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und Umwelt erkennen

Die Patenschaft für 2,5 Hektar Mischwald nahe dem Leuchtbergsattel, also direkt vor der Haustür, hatte die Brüder-Grimm-Schule im Oktober 2012 übernommen. Damals hatte Bürgermeister Alexander Heppe zu Füßen einer typischen Leuchtberg-Buche der Schule feierlich eine Patenschaftsurkunde überreicht. Die Werra Rundschau berichtete.

Diese Patenschaft pflegen wir seither regelmäßig u.a. auch dadurch, dass in Klasse 6 im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ökosystem Lebensraum Wald“ eine Exkursion an diesen außerschulischen Lernort stattfindet. Corona bedingt musste diese Exkursion, die Teil des Schulcurriculums ist, an den Anfang des neuen Schuljahres verschoben werden. Und so machten sich die Klassen G7a, R7a und R7b letzte Woche auf den Weg zum Leuchtberg-Sattel, wo sie von Frau Dr. Budde und Herrn Montag, beide Mitarbeiter beim Geo-Naturpark Frau Holle-Land, schon erwartet wurden.

Im ersten Teil des Schulwaldtages bestimmten die Siebtklässler mithilfe von Bestimmungshilfen und -büchern unterschiedliche Bäume des Standortes wie Rotbuche, Hainbuche, Stieleiche, Bergahorn oder die seltenere Weymouth-Kiefer. Dazu wurden Blätter, Rinde und Früchte in Gruppen genauer untersucht, gezeichnet und beschrieben, um sich die Ergebnisse anschließend gegenseitig zu präsentieren.

„Ich fand den Schulwaldtag sehr interessant, weil ich Blätter, Baumarten und deren Unterschiede kennengelernt habe,“ berichtet Lilly-Sophia Hering (G7a). „Außerdem habe ich gelernt, wie ich Lebewesen im Boden auseinanderhalten und unterscheiden kann.“

Teil 2 war den Destruenten (Zersetzern) des Waldbodens gewidmet, die in der Laubstreu leben und hier für die Umwandlung des biologischen Abfalls, also z.B. des Laubes zu Pflanzendünger, sorgen. Auf Decken untersuchten die Schülerinnen und Schüler Laubstreu und nahmen entdeckte Lebewesen, Regenwürmer, Spinnen Springschwänze, Käfer, Kugelasseln, Tausendfüßer und und und – im wahrsten Sinne des Wortes unter die Becherlupe, um sie zu beobachten, zu beschreiben und schließlich mithilfe vorgegebener Schlüssel zu bestimmen.

Maximilian Feige (G7a) fand interessant, „das, was wir im Biologieunterricht gelernt haben, in der Praxis zu sehen. Außerdem war ich verblüfft, wie viele Tiere nur in einem kleinen Haufen Streu wuseln.“

„Ein wichtiges Ziel unseres Schulwaldbesuchs ist“, erläutert Biologielehrerin Heidrun Rohs, die die G7a begleitete, „dass unsere Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen zu den Stoffkreisläufen des Waldes durch praktisches Lernen und Erfahren vertiefen und ein nachhaltigeres Bewusstsein für die empfindlichen Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt entwickeln.“