Abschlussrede der Schülervertretung 2020

Liebe Schulgemeinde, liebe Abgänger, 

aufgrund des Coronavirus konnten wir als SV leider keine Rede bei einer zentralen Abschlussfeier halten, weshalb wir uns auf diesem Wege an euch wenden. 

Die momentane Situation konnte uns nicht von allem abhalten und so haben auch dieses Jahr die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. Hierzu möchten wir euch erst einmal herzlich gratulieren!

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Lehrerinnen und Lehrern bedanken, die dies durch ihre tatkräftige Unterstützung ermöglicht haben. Auch wenn die Zusammenarbeit mit angehenden Erwachsenen nicht immer einfach ist, haben Sie, liebe Lehrer, es dennoch gemeistert, uns durch diese Phase zu begleiten und uns hier und da mal mit einem Schubs voranzutreiben. Die im Laufe der Jahre wechselnden Berufswünsche vom Astronauten zum Tierarzt über Rechtsanwalt und Nobelpreisträger wurden hierbei immer ernst genommen, anstatt sie abzutun. Sogar Streitigkeiten um einen verschwundenen Lutscher wurden in ernsten Gesprächen ausdiskutiert.

Wir Schüler haben uns entwickelt, und Sie haben uns dabei geprägt. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Sie sind nicht einfach nur Lehrer, die ihren Job ausüben. Nein, Sie sahen uns wachsen, reifen, gedeihen und voranschreiten. Sie sahen, wie wir im Unterricht nicht stillsitzen konnten, weil wir den Sinn des Ganzen noch nicht begriffen, wie wir das erste Mal bezüglich einer nicht ganz so positiven Note in Tränen ausbrachen, wie wir auf der ersten Klassenfahrt von Ihnen in den Arm genommen wurden, weil das allererste Heimweh uns so sehr betrübte, wie wir uns mit Hilfe von Ankreuzzettelchen in unseren ersten zwischenmenschlichen Beziehungen versuchten oder begannen, über Politik zu reden. 

Sie, liebe Lehrerschaft, haben uns mitgeprägt und stets das Beste aus uns herausgeholt. Danke!!

Doch jetzt heißt es für uns Schüler erst einmal Abschied zu nehmen – nach dem Motto: „Ein Auge lacht, eines weint.” Wir lassen unser gewohntes Umfeld, unseren bisherigen Alltag hinter uns und begeben uns auf einen noch unbekannten Weg. Fred Rogers formuliert es so: „Oft, wenn wir glauben, wir wären am Ende von etwas angekommen, stehen wir bereits am Anfang von etwas anderem“. Verloren und ohne Boden unter den Füßen, sind wir nie!

Wir wünschen jedem Einzelnen viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg!

Gina-Marie Frank und Jean-Luc Meister